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Mountainbike Trans Schwarzwald

Tagebuch des Ferienland-Fahrers Christof Schilli 

1. Etappe ( Sonntag 09.08.2009 ) 

Heute gehts also also. Nach einem neutralisierten Start in Pforzheim fuhr das Feld noch gemeinsam die ersten 7 Kilometer. Anschließend 
ging es aber sofort richtig los auf die Etappe nach Bad Wildbad mit insgesamt 70 Kilometern und über 1837 Höhenmeter. Die Luft war sehr 
angenehm durch das doch heftige Gewitter in der Nacht davor war alles etwas kühler als die letzten Tage. 

Problematisch waren während der gesamten Fahrt nur die vielen Pfützen und die schlammigen Passagen. Ständig bekam man den Dreck
vom Vordermann ab. Mit Platz 26 in meiner Altersgruppe, Senioren 1, habe ich ein sehr gutes Gefühl. Wahrscheinlich war ich sogar 
ein bisschen übermotiviert für die erste Etappe. Es stehen immerhin noch 6 harte Etappen vor mir. Mit meiner Gesamtzeit von 3 Stunden 
17 Minuten bin ich aber sehr zufrieden.

 

2. Etappe ( Montag 10.08.2009 ) 

Die zweite Etappe ging heute von Bad Wildbad nach Bad Rippoldsau. In der früh wurden wir schon von einem heftigen Gewitter 
mit Blitz und Donner geweckt. Dementsprechend sah dann auch die Strecke aus. Schlammige Trails und sehr schwierig zu 
fahren. 

Die ersten 50 Kilometer hatte ich noch schwere Beine und machte, auch aufgrund der Erfahrung der gestrigen Etappe, ein wenig langsam. 
Dann hatte ich aber wieder ein gutes Gefühl und es ging relativ gut vorwärts. Die Stimmung im Fahrerlager ist wirklich klasse. Ich selbst freue mich 
natürlich, dass wir immer näher an meine Heimatregion heran kommen. Bis morgen in Wolfach!

 

3. Etappe ( Dienstag 11.08.2009 )

Beginnen möchte ich heute mal mit einem Lob für die Veranstalter. Das ganze Rennen ist wirklich hervorragend organisiert. Von der Strecke bis zur 
Übernachtungsmöglichkeit am Abend. Wobei ich aber auch ganz froh war, dass ich heute nach der Zielankunft nicht ins Massenlager musste sondern 
meinen Heimatweg nach Schönwald antreten konnte. 

Zur Etappe. Von Bad Rippoldsau nach Wolfach wären es zwar Luftlinie nur einige wenige Kilometer, aber wir hatten Gelegenheit den 
Schwarzwald zu erkunden. Ich habe mich beim Aufstehen erstaunlich gut gefühlt und bin dementsprechend schnell das Rennen angegangen. Kennzeichnend 
für die Strecke waren heute vor allem die Trails die gerade am Anfang doch immer zu Warteschlangen führten. Generell bin ich aber sehr zufrieden mit 
dem heutigen Tag. Jetzt freue ich mich auf morgen, meine Heimatetappe ins Ferienland Schonach. 

 

4. Etappe ( Mittwoch 12.08.2009 ) 

Was eine Nacht im eigenen Bett doch ausmachen kann. Auf jeden Fall habe ich mich heute am besten gefühlt. Der Aufstieg von Hornberg war natürlich schwer, aber als Einheimischer und Streckenkenner hatte ich hier bestimmt ein paar kleine Vorteile. Interessant und für mich absolutes Neuland war die 
Treppenpassage direkt am Hornberger Schloss. Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig und mit Bikeschuhen nicht zur Nachahmung empfohlen. 

Die Ankunft im Kurpark in Schonach war natürlich klasse. Man kommt sich fast schon wie ein Profi vor, wenn einen gleich die Lokalpresse nach den 
Eindrücken von der Strecke befragt. Wenn es morgen so weitergeht ist für mich noch einiges drin. 

 

5. Etappe ( Donnerstag 13.08.2009 ) 

Heute habe ich mir im Ziel in Engen zum Ersten mal eine Massage gegönnt - muss mal dringend mit meinem Sponsor verhandeln, ob das im Preis enthalten 
ist. Relativ flott ging es heute morgen los aus dem Kurpark Schonach am Bergwaldhof vorbei Richtung Schönwald. Meine Beine werden von Tag zu Tag 
besser, anscheinend gewöhnt sich der Körper doch an so eine tägliche Belastung. Den ersten Teil der Strecke fuhr ich in einer Gruppe von ca. 20 Fahrern. Dort war es allerdings ein bisschen schwierig in Bezug auf die wechselnde Führungsarbeit. 

Je näher wir dem Ziel kamen, desto besser konnte ich mich aber von der Gruppe absetzen und noch einige Fahrer nach hinten heraus überholen. Heute ist dann wieder Massenlager angesagt, aber die zwei Tage bekomme ich auch noch rum. 

 

6. Etappe ( Freitag, 14.08.2009 ) 

Die Etappe heute von Engen nach Grafenhausen lief anfangs sehr zäh. Eigentlich hatte ich mich sehr gefreut auf die heutige Etappe mit zahlreichen Abfahrten, aber dann ging es wirklich Vollgas den ganzen Tag und ich hatte zu Beginn des Rennens doch sehr schwere Beine. Die Strecke heute hatte viele Asphalt und Wiesenstücke und einen anderen Charakter als die Tage zuvor. Im Gesamtklassement habe ich mich jetzt in meiner Altersgruppe - Senioren 1 - auf den 18. Platz vorgearbeitet. Mal schauen was morgen auf der Schlussetappe noch geht. 

Ich muss noch einmal ein ganz großes Lob an die Organisatoren loswerden. Das Rennen ist wirklich hervorragend organisiert und es macht insgesamt einen wahnsinnigen Spass. 

 

7. Etappe ( Samstag, 15.08.2009 ) 

Heute war jetzt die Abschlussetappe nach Murg-Niederhof und es ist Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Mit meinem 20. Platz im Gesamtklassement meiner 
Altersklasse kann ich wirklich sehr gut leben. Es lief insgesamt genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Das Wetter war hervorragend und das Rennen hat wirklich von Tag zu Tag mehr Spass gemacht. Ich bin aber jetzt ehrlich auch froh, dass es vorbei ist...  

 

 

 

 


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