Die Schwarzwaldbahn

Die Schwarzwaldbahn bringt nicht motorisierte Gäste zuverlässig ins Ferienland Schwarzwald

Besonders in schneereichen Zeiten des Winters bietet es sich an, das Auto zuhause stehen zu lassen, um mit der Bahn ins Skigebiet des Ferienlandes Schwarzwald zu gelangen. Doch nutzen viele Feriengäste auch in anderen Jahreszeiten die Bahn, um sich auf diese Weise mental auf den Urlaub einzustimmen. Was heute kein Problem darstellt, wurde im 19. Jahrhundert, vor dem Bau der Schwarzwaldbahn, mit der Pferdekutsche erledigt. Denn dies war die einzige Möglichkeit, das Ferienland mit den Gemeinden Furtwangen, St. Georgen, Unterkirnach, Schönwald und Schonach zu erreichen. Gebaut wurde die Schwarzwaldbahn, auch Badische Schwarzwaldbahn genannt, in den Jahren von 1863 bis 1873 von Robert Gerwig, einem deutschen Bauingenieur. Bei der Auswahl, die Streckenführung zu bestimmen, standen drei Varianten zur Debatte. Das Rennen machte die sogenannte Sommeraulinie, die über Hornberg und Triberg verläuft, weil die Schwarzwaldbahn ausschließlich über badischen Boden verlaufen sollte.

Das hat auch seine Gründe, da die 150 km lange Strecke, die von Offenburg nach Singen am Hohentwiel verläuft, auch etwas Besonderes ist. Sie ist nämlich neben der Frankenwaldbahn die einzige zweigleisige Gebirgsbahn in Deutschland. Zudem muss diese elektrisch geführte Bahn auf ihrem Weg 39 Tunnel durchqueren und 650 Höhenmeter überwinden. Die weitere Besonderheit liegt in der Technik, sie war die erste Bahnstrecke im Gebirge, die künstlich verlängert wurde. Der Grund waren Kehrschleifen, um Steigungen so zu mildern, dass sämtliche Steigungen unter 20 Promille blieben. Denn ohne diese ausgeklügelte Maßnahme wäre manche Strecke nur als Zahnradbahn zu bewältigen.

Die Schwarzwaldbahn, so bekannt wie Schwarzwälder Kirschtorte

Es sind nicht nur die Besonderheiten, die für den Ruhm der Schwarzwaldbahn sorgten, sondern auch dafür, dass sie als Vorbild für weltweite Gebirgsbahnen wurde. Die Urlauber, die mit der Schwarzwaldbahn ins Ferienland kommen, können schon bei der Anreise Einblicke in die Bilderbuchlandschaft gewinnen. Um jedem Feriengast die abwechslungsreiche Berg- und Talfahrt schmackhaft zu machen, werden auch mehrmals im Jahr Schwarzwaldbahn Sonderfahrten mit historischer Dampflok und deren Wagen veranstaltet. Ein echtes Erlebnis für große und kleine Schwarzwald Urlauber, die außerdem in Hausach und im Schwarzwaldmuseum Triberg die Modellanlagen der Schwarzwaldbahn in Augenschein nehmen können.

Die Fernanreise ins Ferienland Schwarzwald – ein Gewinn für den Geldbeutel

In Verbindung mit Fernstrecken in den Schwarzwald können Gäste ein RIT-Ticket (Rail-Inclusive Tours) erwerben, d. h., sie buchen die Anreise mit der Bahn gleichzeitig mit der Unterkunft. Da die Gastgeber des Ferienlandes ihren Gästen schon bei der Buchung eine Konus-Karte überreichen, ist diese Kombination ein echter Gewinn, besonders für Familien mit Kindern. Denn eine Konus-Karte ermöglicht die kostenlose Nutzung von regionalen Nahverkehrsmitteln wie Bus, Bahn oder Straßenbahn. Hinzu kommt freier Eintritt an den Schwarzwald Skiliften, in Schwimmbäder oder reduzierte Preise für Museen und viele Möglichkeiten mehr.

Entspannt in den Schwarzwald Urlaub

Eine Bahnfahrt erweist sich meist schon bei Urlaubsbeginn als Entspannung pur. Doch wird die Vorfreude umso größer, sitzen die Gäste erst einmal in der Schwarzwaldbahn, die sie in ihre Feriendomizile bringt. Viele der Gastgeber im Ferienland haben sogar einen Fahrdienst, sodass die Gäste direkt am Bahnhof abgeholt werden. Service und Gastfreundlichkeit wird in den Gemeinden des Ferienlandes eben groß geschrieben!

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